Wie der Liebstöckel zum Namen „Maggikraut“ kam 1

Wie der Liebstöckel zum Namen „Maggikraut“ kam

Die 1886 von Julius Maggi erfundene Suppenwürze stand in meiner Kindheit in fast jeder Küche und wurde – von uns Kindern in recht verschwenderischer Weise – in jede Suppe, jeden Eintopf oder ein anderes deftiges norddeutsches Gericht wie z. B. Labskaus gegeben.

Der Geschmack erinnerte an Liebstöckel, sodass dieses Kraut, welches zu früheren Zeiten in keinem Bauerngarten fehlen durfte, im Laufe der Zeit den Übernamen Maggikraut bekam. Nun war in Maggi zwar allerhand enthalten, nur kein Liebstöckel – welch Ironie!

Dieses Kraut, das die Römer aus Persien nach Europa brachten, wo es sich von Nordeuropa ausgehend über ganz Europa verbreitete, ist auch unter den Namen Lavas, Lus(t)stock oder besonders in der Steiermark unter Nussstock bekannt.

liebstöckel kraut

Um ihn rankt sich auch so mancher Aberglaube – so muss er nicht nur als Liebeszauber herhalten, nein, er verspricht auch Linderung bei Schlangenbissen oder Rückenschmerzen.

Wozu passt Liebstöckel?

Ob frisch oder getrocknet, das Aroma des Liebstöckels passt zu fast allem – hervorragend zu Gemüse wie Tomaten und an Salat, lecker zu Eierspeisen und Pilzgerichten und darüber hinaus ein wichtiger Geschmacksgeber in Suppen, Eintöpfen und Saucen. Einen Extra-Kick gibt der Liebstöckel zudem Tafelspitz und gekochtem Fisch.

Um also deine Lieben verzaubern zu können, bedarf es keines großen Hexenwerks – unsere geschmacksintensiven Helferlein in Form des Pilzsammlers oder des Sonntagsbratens geben dir jederzeit die Möglichkeit, ohne großartigen Zeit- und Kraftaufwand ein leckeres Mahl auf den Tisch stellen zu können.