Schwarzkümmel oder schwarzer Sesam: Was kommt denn nun aufs Fladenbrot? 1

Schwarzkümmel oder schwarzer Sesam: Was kommt denn nun aufs Fladenbrot?

Starten wir doch mit einem kleinen Quiz! Wer oder was ist denn Nigella?

  1. Die 1960 in London geborene Nigella Lucy Lawson, Tochter des späteren britischen Schatzkanzlers Nigel Lawson und ihres Zeichens preisgekrönte Fernsehköchin und Buchautorin, die durch ihre äußerst erfolgreiche Kochsendung „Nigella Bites“ der großen Allgemeinheit bekannt wurde und ihre Kochbücher nicht nach Rezepten, sondern nach zeitlichem Aufwand sortiert?
  2. Ein zur Familie der Hahnenfußgewächse gehörendes Gewürz namens Schwarzkümmel, das in der orientalischen Küche und Kultur fest verankert ist und häufig mit schwarzem Sesam verwechselt wird?

Kleiner Tipp: Nigella kommt vom lateinischen nigellus und bedeutet schwärzlich. Also, welche der vorgegebenen Antworten ist denn nun korrekt?

Egal, auf was du getippt hast, du hast gewonnen! laughing Denn – wer hätte es gedacht – beide Antworten sind richtig!

 

Doch hier und heute soll sich alles um den echten Schwarzkümmel drehen, schließlich liest du unseren Gewürzblog!

schwarzkümmel pflanze

Katharinenblume, Kalonji oder Nigella sativa – der Schwarzkümmel hat viele Namen

Der echte Schwarzkümmel (botanisch hat er nichts mit dem gewöhnlichen Kümmel oder Kreuzkümmel gemein) hat seinen Ursprung in der Türkei, im Irak und in Westasien, aber auch in Südeuropa, Indien, Pakistan und Nordafrika ist er zu finden.

Die Blüten des Schwarzkümmels leuchten intensiv blau. Seine großen kapselartigen Früchte enthalten, man kennt es auch von dem Mohn, zahlreiche kleine, schwarze Samen, die als orientalisches Wundergewürz gelten und vielseitig anwendbar sind – sowohl in der Küche als auch als Heilpflanze.

Inwiefern Schwarzkümmel allerdings seine Heilwirkung entwickelt, ist bis heute unbekannt, was seinem Ruf als uralte und mit Superkräften ausgestattete Heilpflanze jedoch keinen Abbruch tut.

 

Schwarzkümmel oder schwarzer Sesam – gibt es einen Unterschied?

schwarzer sesam

Unterschiede gibt es zur Genüge, wenn auch nicht unmittelbar auf den ersten flüchtigen Blick erkennbar. Denn diese beiden Gewürze besitzen in keinerlei Hinsicht eine Gemeinsamkeit, weder in Verwandtschaft noch in Geschmack oder gar in ihrer äußeren Form.

Während schwarzer Sesam der Familie der Sesamgewächse zugeordnet wird und leicht nussig schmeckt, ist Schwarzkümmel wie schon weiter oben erwähnt ein eng mit unserer alten Bauerngartenpflanze „Jungfer im Grünen“ verwandtes Hahnenfußgewächs, das ein leicht scharfes, würziges und ätherisches Aroma aufweist. Selbst Thymian, Pfeffer, Bohnenkraut oder sogar Eukalyptus möchte so mancher aus den kleinen, herben Samen herausschmecken.

Wer den Unterschied herausfinden möchte, muss nur einmal genauer hinschauen, denn schwarzer wie auch heller Sesam sind einer flachen Tropfenform gleich, Schwarzkümmelsamen hingegen sind leicht samtig und mit drei Kanten ausgestattet – also etwas eigenwillig.

Und aufgrund des Geschmacks haben sie auch ganz unterschiedliche Einsatzgebiete, wie z. B. der schwarze Sesam häufig in der asiatischen Küche bei Sushi oder Gomashio anzutreffen ist.

 

Ein Gaumenschmaus – nicht nur auf Fladenbrot oder Pita

Schwarzkümmel aber ist nicht nur ein in der Türkei traditionelles klassisches Brotgewürz, ob nun für Fladenbrot oder diese supersoften und ultraleckeren Milchhefekringel namens Acma, was so viel bedeutet wie „mach mich nicht auf“. Welch Ironie, will man doch einfach nur schnell hineinbeißen, um diese leicht süße Köstlichkeit genießen zu können.

Und dann denke man nur an diese Hefeteilchen namens Pogaca, ob nun einfach nur so oder mit Hackfleisch oder Käse und Kartoffeln gefüllt – ein wahr gewordener Traum.

Abgerundet wird das ganze nur noch durch einen mit gemahlenem Schwarzkümmel veredelten Kaffee, wie es in den orientalischen Ländern oft üblich ist. Hmmmm…..

 

Zu Gemüse und Hülsenfrüchten

Weiter geht es mit Gemüse und Hülsenfrüchten, also der vegetarischen oder auch veganen Küche. Ob Süßkartoffeln, Kichererbsen, Möhren, Blumenkohl, Spinat oder Avocado, ob Salate, Currys, Wraps oder Guacamole – Schwarzkümmel bringt immer das gewisse Etwas hinein.

Du suchst für einen Salat mal ein anderes knuspriges Topping als immer nur Nüsse oder Samen? Dann probiere es doch einfach mal mit in der Pfanne angeröstetem Schwarzkümmel. Du wirst staunen, was das für einen Unterschied machen kann!

 

Oder zu Fisch und Fleisch

Und jetzt werden Männerherzen höherschlagen, denn mithilfe der aus Nordindien stammenden klassischen Fünf-Gewürze-Mischung Panch Phoron verwandelt sich im Mund nicht nur jeder Fisch, nein, auch jedes Stück Fleisch in eine Geschmacksexplosion! Dieser Allrounder besteht nämlich neben Schwarzkümmel aus Fenchelsamen, Bockshornklee, Kreuzkümmel und braunen Senfkörnern und besitzt eine dezente Schärfe gepaart mit einer leicht süßlich-bitteren Note. Ideal für eine Grillmarinade, für die das Pulver einfach nur mit etwas Öl vermengt werden muss. Oder auch zum finalen Abschmecken von Aloo Gobi, einem indischen Gericht aus Kartoffeln und Blumenkohl. Panch Phoron ist auch in der klassischen ayurvedischen Küche sehr beliebt, da es die Verdauung anregt und dank seiner ätherischen Öle sehr bekömmlich ist.

schwarzkümmelöl

 

Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!

Nun musst du aber nicht in den Orient reisen, um an derlei Genüssen teilhaben zu können, es reicht einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen – nämlich in die von 7SPICES!

Ob unsere klassische Bauernbrotmischung, das marokkanische Souk Spice für die Tajine, den arabischen Alleskönner Baharat oder unser mildes Mauritius Masala, ideal für Meeresfrüchte, Fleisch und GemüseSchwarzkümmel rundet den Geschmack all dieser tollen Eigenkreationen fantastisch ab. Natürlich bekommt ihr bei uns den echten Schwarzkümmel auch pur!

Und mein Tipp für ein Gewürz mit schwarzem Sesam, Haselnussstückchen und Kreuzkümmel ist das ägyptische Dukkah. Ich liebe dieses vielseitige Gewürz an Kichererbsensalat mit etwas Öl und einem Spritzer Zitronensaft als Dip angerührt in Olivenöl oder Sauerrahm zu Baguette und Gemüse oder als Marinade zu Fleisch – ich kann nie genug davon bekommen!