Kardamom - Ein Exote 1

Kardamom – Ein Exote

Grüner Kardamom? Schwarzer Kardamom? – Wo liegt denn da der Unterschied bei der in Indien geltenden Königin der Gewürze?

Grüner und schwarzer Kardamom unterscheiden sich neben seinem Äußeren in Geschmack und Anwendung!

Grüner Kardamom… der Liebling!

kardamom

Der grüne Kardamom, der ursprünglich aus Sri Lanka und Indien kommt und heutzutage unter anderem in Tansania und Madagaskar angebaut wird, findet hauptsächlich in der asiatischen und orientalischen Küche seine Anwendung.

So findet man Kardamom aufgrund seines würzigen, leicht scharfen Geschmacks in indischen Masalas und Currys, Süßspeisen, Süßigkeiten und Getränken wie Kaffee und schwarzem Tee (Chai).

Im europäischen Raum wird er häufig für weihnachtliches Gebäck wie Lebkuchen und Spekulatius, aber auch in Schokolade und Likör verwendet.

Übrigens gehört der grüne Kardamom neben Vanille und Safran zu den teuersten Gewürzen der Welt!

Schwarzer Kardamom: eine Fälschung?

Der schwarze Kardamom, auch Nepal-Kardamom genannt, ist vornehmlich in China, Indien und im Himalaja verbreitet und schmeckt im Gegensatz zu seinem Bruder herb und erdig-rauchig.

Er passt demnach am besten zu Schmorgerichten und deftigen und herzhaften Speisen. Aber auch zu Früchten und dunkler Schokolade schmeckt Kardamom hervorragend. In Indien z. B. würzt man Milchreis mit Safran und schwarzem Kardamom und auch in Eis ist dieses Gewürz ein Knaller.

Leider begleitet ihn bis heute ein schlechter Ruf, gilt er doch als Bastard-Kardamom, als billige Fälschung. Und das nur, weil er lange Zeit sehr viel günstiger gehandelt wurde als der grüne Kardamom. Da es sich aber als zwei ganz unterschiedliche Gewürze handelt, ist der Vergleich unsinnig.

Die Ernte und was man sonst noch wissen sollte

Die gelblich-grünen Kapseln des Kardamom, der von den Römern aufgrund seiner verdauungsfördernden Wirkung geschätzt wurde und bei den Arabern als Aphrodisiakum gilt, werden zunächst in Handarbeit unreif geerntet, um anschließend getrocknet zu werden. 

Der Kardamom zählt übrigens zu den Ingwergewächsen und man verwendet in seinen Anbaugebieten nicht nur die Kapseln, sondern auch die zimtartig schmeckenden Blätter der Stauden – für Tee und Süßspeisen.

Wie komme ich an den Samen in der Kardamom-Kapsel?

Der Geschmack des Kardamom wird durch das in den Samen der Kardamom-Kapsel enthaltene ätherische Öl bestimmt. Und um daran zu kommen, werden die Kapseln mit einem Mörser zerdrückt und die darin befindlichen Samen fein gemahlen. Hierfür eignet sich ganz wunderbar unser Skeppshult Schwing-Mörser aus Gusseisen, der nicht nur schwer genug ist, um die Kapseln zu zerdrücken, sondern auch supereinfach in der Handhabung. Und praktischerweise beinhaltet der Mörser auch noch eine Vorratsmöglichkeit.

Geheimtipp gefällig?

Ich liebe unseren Kardamom-Pistazien-Zucker und verwende ihn gern und oft, wie z. B. an meinem selbst gemachten Knuspermüsli aus dem Ofen.

Zutaten:

  • 200 g feine Haferflocken
  • 150 g Nussmischung oder Nüsse nach Wahl, grob gehackt
  • 20 g Sesam
  • 60 g Pflanzenöl (geschmacksneutrales Öl nach Wahl)
  • 90 ml Ahornsirup, kräftig
  • 1 Msp. Salz
  • 1 Msp. Zimt
  • 1 TL Kardamom-Pistazien-Zucker
  • 1 TL Coco’s No. 5
  • 1 TL Vanillezucker

Und so geht’s:

  1. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und in der Zwischenzeit alle trockenen Zutaten (Haferflocken, Nüsse und Sesam) vermischen.
  2. Pflanzenöl mit Ahornsirup und den Gewürzen verrühren und gründlich mit den trockenen Zutaten vermengen.
  3. Alles auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und ca. 15–20 Minuten backen. Wichtig: Dabei bleiben und nach zehn Minuten einmal alles umrühren. Ab der 15. Minute gut aufpassen, denn von jetzt auf gleich kann es zu dunkel werden oder schlimmstenfalls verbrennen.
  4. Ist das Knuspermüsli – auch Granola genannt – goldbraun, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Anschließend in ein luftdichtes Gefäß füllen, so ist es mindestens einen Monat haltbar. Okay, ich bin ehrlich, das hält nie solange – einfach zu lecker… laughing

Lecker zum Frühstück mit Milch oder Joghurt oder einfach mal zum zwischendurch Knabbern.