Dill kann mehr als Lachs und Essiggurken! 1

Dill kann mehr als Lachs und Essiggurken!

Wusstet du schon? Heute ist der Tag der Gurke! Und was gehört zur Gurke? Richtig, Dill! Aber hey, wir haben uns gedacht, dass Dill eigentlich viel mehr kann als Essiggurken und Gurkensalat – und wann, wenn nicht am Tag der Gurke könnten wir darüber sprechen?

 

Wie koche ich Dill? Wie konserviere ich das Gurkenkraut? Zu welcher Jahreszeit sollte ich ihn essen? Wozu passt das Gurkenkraut am besten? Heute kannst du alle Geheimnisse dieses köstlichen Krauts entdecken!

 

Dill Pflanze

 

Dill ist ein Mitglied der Familie der Apiaceae und gedeiht in warmen Klimazonen. Sein großer, blaugrüner Stamm trägt lange, fadenförmige Blätter in Form von Ästen. Seine Blüten, blassgelb, werden in Dolden präsentiert. Sie enthalten die Samen, die Früchte der Pflanze. Diese Samen, oval und hellbraun, erinnern an Kümmel.

 

 

Geschichte und Eigenschaften von Dill


Ursprünglich aus Kleinasien stammend, wird das Kraut bereits in einem 5 000 Jahre alten ägyptischen Dokument erwähnt. Das bedeutet, dass die Tugenden dieses aromatischen Krauts, das immer noch Gurkenkraut oder Dillfenchel genannt wird, seit langem bekannt sind.

 

In der Römerzeit war er ein Symbol der Lebenskraft. Aus diesem Grund hatte er einen prominenten Platz in den Mahlzeiten der Gladiatoren, denen er Kraft und Widerstandskraft für die Kämpfe geben sollte. Im Laufe der Zeit eroberte die Dille schließlich die nordischen Länder, wo eine wahre Liebesaffäre begann! Auch die Angelsachsen verliebten sich in dieses Kraut.

 

In der Vergangenheit wuchs sie hauptsächlich rund um das Mittelmeer, bevor sie die Iberische Halbinsel und Osteuropa (vor allem Bulgarien und Rumänien) erreichte. Dill wächst an Wegrändern oder auf Ödland; er mag trockene, steinige Böden. Geerntet wird er vor allem in Skandinavien, Russland und Großbritannien zwischen Mai und Septemben. Dementsprechend wird das frische Kraut von Juni bis September gegessen.

 

Kalorien und Nährwertangaben von Dill


Dill ist eine Meisterpflanze mit medizinischen Eigenschaften. Blätter und Samen sind nicht nur essbar und verleihen den Speisen einen angenehmen Duft, sondern können auch viele alltägliche Übel lindern. So belegen alte Schriften von Kräuterkundlern seine Wirksamkeit auf den Schluckauf vor. Man erkennt ihm auch verdauungsfördernde und stimulierende Tugenden an: seine Samen nach einer Mahlzeit zu kauen, soll eine gute Verdauung gewährleisten. So wirken sie effektiv auf die Darmtätigkeit und ihr Geschmack, dezent anisartig und so frisch, hinterlässt einen frischen Atem.

 

Als Tee ist er auch für seine krampflösende Wirkung bekannt. Er ist gut für die Anregung des Appetits und der Ausscheidungsfunktionen, insbesondere dank der großen Menge an Kalium, die er enthält, mit einer harntreibenden Wirkung. Schließlich wird das ätherische Öl des Dills eher wegen seiner beruhigenden Eigenschaften verwendet. Diese Pflanze ist in der Tat ein formidables natürliches Beruhigungsmittel – daher kommt übrigens sein angelsächsischer Name Dill, abgeleitet vom norwegischen dilla, was soviel wie schaukeln bedeutet.

 

Wie kannst du Dill lagern?


In getrockneter Form sollte er luftdicht verschlossen und vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Am besten packst du den Beutel, nachdem du ihn geöffnet hast, in einen leeren Spice-Pot oder eine andere Plastikdose, die sein Aroma bewahrt.

 

Wie kann man Dill kochen und genießen?

 

Wofür kann er verwendet werdenWir kennen Dill oft nur in Verbindung mit Lachs, aber er wirkt auch in Kombination mit anderen Zutaten wahre Wunder. In Sushi, Salaten, herzhaften Kuchen oder auch mit Meeresfrüchten ist dieses kleine aromatische Kraut sehr beliebt!

Gib ihn immer erst am Ende des Kochens zu und auch nur bei geringer Hitze, denn sein Aroma hält dem Kochen nicht stand. Mit seinem frischen und leicht anisartigen Geschmack ist er perfekt für Sahnesaucen, Marinaden, Eier und weißes Fleisch. Er ist eine angenehme Würze für grüne Salate und sommerliche Obstsalate.

Die Skandinavier haben ihn zu ihrem Nationalgewürz gemacht. Lass dich vom berühmten finnischen Gravlax inspirieren und verwende seine Blätter zum Würzen von mariniertem Fisch: Hering, Forelle und Lachs. In cremigem Gurkengemüse oder zu Kartoffeln, aber auch in Frikadellen wird er in ganz Osteuropa unendlich oft verwendet.

Die Bevölkerung liebt ihn so sehr, dass sie einen Alkohol daraus gemacht haben, Aquavit. Die Samen werden auch zum Aromatisieren von Brot, Gebäck, Eintöpfen, Traubenblättern und Sauerkraut verwendet.

Die Amerikaner entdeckten das, was sie Dill nennen, in Schweden; bei dem Versuch, es über den Atlantik zu bringen, erfanden sie die Dill Pickles, die unbestrittenen Essiggurken mit Dillgeschmack. Denn sein Geschmack, milder als der des Fenchels, mag säurehaltige Kombinationen (saure Sahne, Essig). Zögere nicht, einige Blätter in deine Flasche mit Apfelessig oder Wein zu stecken. Aromatisiere auch eine Flasche Olivenöl damit.

Die Inder, die ihn ebenso gerne mögen, mischen seine Samen in Spinat und Blattgemüse und sogar in Reis. Gemahlen gehen sie in die Zusammensetzung des Currys ein.