Meersalz mit Kirschholzlöffel

Da muss noch Salz dran!

„Salz ist von den reinsten Eltern geboren, der Sonne und dem Meer“,
wusste bereits der bekannte griechische Philosoph Pythagoras.


Salz ist eigentlich im engeren Sinne kein Gewürz, sondern vielmehr ein Mineral und über Millionen von Jahren entstanden. Und doch gehört es zum absoluten Standard in jeder Küche auf der ganzen Welt. Es handelt sich dabei nicht nur um irgendein Mineral – es ist tatsächlich ein für den Menschen lebensnotwendigen Stoff. Neben dem Würzen von Speisen wird es seit jeher auch zum Konservieren von Lebensmitteln verwendet und war schon vor Jahrtausenden ein begehrtes Handelsgut. Aufgrund seines hohen Wertes wurde es lange Zeit sogar als „weißes Gold“ bezeichnet. Seit jeher spielt es in der Ernährung eine bedeutende Rolle.

 

Bei uns findest du Salz(-mischungen) aus aller Welt, die deinen Speisen einen individuellen, unverkennbaren Geschmack verleihen.

     

Die Raritäten im Überblick

 

Persisches Blausalz

Mit seinen blau schimmernden Kristallen ist das Salz schon allein optisch ein wahres Highlight. Das aus dem Iran stammende Gut gilt als eines der seltensten Salze weltweit. Die dort im Boden entstandenen Seine Stöcke sind von 20 bis 30 cm dicken Bändern durchzogen, ähnlich venenartig wie Goldadern im Berg. Da diese Adern nur sehr selten vorkommen, ist der Abbau sehr aufwendig.

Die Blaufärbung der persischen Würze stammt vom blaugetönten Sylvin bzw. Kaliumchlorid-Anteil. Eigentlich sollten die Körner nämlich einen gelblichen oder rosa Farbstich haben – aber durch den extrem hohen Druck bei der Erdplatten-Verschiebung hat sich bei der Entstehung der Salzkristalle die Kristallgitterstruktur verändert. So wird das Licht im Persischen Blausalz auf besondere Weise gebrochen und die Spezialität aus dem Iran erscheint blau.
Geschmack: Zunächst sehr intensiv mit einer leicht prickelnden Note, im Abgang eine milde angenehme Würze.
Passt gut zu: Meeresfrüchten, Carpaccio, Fleisch, gedünstetem oder gegrilltem Fisch, Trüffelgerichten, Salaten und Kräutermischungen, Gemüse oder Kartoffeln. Besonders toll wirkt das Blausalz auch als dekorativer Rand auf Cocktailgläsern
Anwendung: Als Tischwürze oder Finishing zum Würzen kurz vor dem Servieren. So kommt seine außergewöhnliche Farbe besonders gut zur Geltung und die Körner bleiben erhalten und lösen sich erst auf dem Gaumen auf.
     

Murray River Salz

Anders als sein Name es vermuten lässt, wird das Murray River nicht direkt aus dem Murray River, dem zweitlängsten Fluss Australiens, gewonnen, sondern vielmehr aus einer natürlich entstandenen Sole unterhalb des Murray-Darling-Beckens.

Bei dem australischen Murray River Salz handelt es sich um ein rosafarbenes Kristallsalz von sehr feiner Konsistenz. Für die Färbung der Körner sind abgelagerte, rote Pigmente, sogenannte Karotine, einer salztoleranten Alge verantwortlich.

Geschmack: Mild, fein.
Passt gut zu: Herzhaftem Brot mit frischer Butter oder leicht gerösteten Brotscheiben mit Olivenöl. Man kann es natürlich auch zum Würzen jeglicher Speisen verwenden.
Anwendung: Durch seine flockenartige, feine Konsistenz eignet es sich hervorragend als Tischwürze.

     

Schwarzes Hawaiisalz

Das pazifische Meersalz ist auf Hawaii ein wichtiges Gut mit großem Wert: Es symbolisiert die Verbundenheit von Mensch und Welt und den Fluss des Lebens. Du kannst das schwarze Gewürz aus Hawaii aber auch einfach nur verwenden, weil es super ausschaut. Die charakteristische Färbung des schwarzen Hawaii-Salzes kommt von der zugesetzten Aktivkohle, die für einen angenehm milden Geschmack sorgt und aus Kokosnüssen gewonnen wird. Die Aktivkohle im schwarzen Hawaii Salz verleiht ihm nicht nur seine ungewöhnliche Farbe, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Aktivkohle ist verdauungsfördernd und wirkt entzündungshemmend. Häufig wird sie zum Entschlacken des Körpers verwendet.

Geschmack: Erdig, mild, leicht bitter und exotisch.
Passt gut zu: Fisch und Meeresfrüchten, Brot, Desserts, Ei, Eintopf, Fisch, Geflügel, Gemüse, Kartoffeln, Käse, Lamm, Nudeln, Öl & Dips, Reis, Rind, Rohkost, Salat, Schwein, Suppe, Tofu, Wild.
Anwendung: Am besten als Finishing, was bedeutet, dass es erst zum Ende kurz vor dem Servieren auf das Gericht gegeben wird. So kommen auch die groben schwarzen Körner am besten zur Geltung.

Rotes Hawaiisalz

Rotes Hawaiisalz ist zweifellos etwas ganz Besonderes! Es wird ausschließlich auf der Insel Molokai gewonnen und ist selbst für die Bewohner der hawaiianischen Inseln etwas nicht Alltägliches. Das Außergewöhnliche an ihm ist der Stoff, der für die Färbung verantwortlich ist: Alaea. Diese Tonerde ist vulkanischen Ursprungs und zudem extrem selten. Das in ihr enthaltene Eisenoxid ist Lieferant für die rote Farbe.

Geschmack: Mild, würzig, aromatisch, süß im Abgang.
Passt gut zu: rohem Fisch, gegrilltem und gebratenem Fleisch wie Schweinefleisch, Schweinerippchen oder auch Trockenfleisch, zu Gemüse, Suppen, Marinaden und Saucen.
Anwendung: Als Finishing. So kommen auch die groben roten Körner am besten zur Geltung.

     

Grünes Hawaiisalz

Es wird an der Pazifik-Küste vor der Insel Molokai gewonnen. Anschließend wird es mit Mineralextrakten, genauer gesagt mit Bambusblätterextrakten, vermischt. Daher bekommt es auch seine faszinierende Färbung. Durch seinen hohen Anteil an Vitaminen, Aminosäuren und Antioxidantien eignet es sich für eine gesunde Ernährung aus und wird seit Jahrhunderten als Beigabe für Speisen und Getränke wie Tee verabreicht. Neben dem aromatischen Geschmack verleiht der Extrakt ihm zusätzlich eine leicht grüne Färbung, die sich ebenso dekorativ einsetzen lässt.

Geschmack: Mild, aromatisch.
Passt gut zu: vielen asiatischen und chinesischen Gerichten wie Suppen, Geflügel, Reisgerichten, Schweine- und Rindfleisch.
Anwendung: Als Finishing. So kommen auch die groben grünen Körner am besten zur Geltung. Da die feinen Körner meist leicht feucht sind, ist es nicht für die Mühle geeignet.      

Fleur de Sel

Fleur de Sel, die Blume des Salzes, ist ein Meersalz aus zarten plättchenförmigen Kristallen. Während jedoch das herkömmliche Meersalz sehr grobkörnig, hart und trocken ist, gleicht Fleur de Sel eher einer Flocke und ist extrem zart, fein und mild. Durch die große Hitze im südlichen Raum trocknet die Plättchen an der Wasseroberfläche des flachen, ruhigen Wassers. Diese Blumen treiben als hauchdünne Schicht an der Oberfläche und werden dort in vorsichtiger Handarbeit mit Holzspateln ans Ufer gezogen.

Geschmack: Wesentlich sanfter und frischer als gewöhnliches Tafelsalz.
Passt gut zu: Steaks als finaler Geschmacksschliff oder auch zu Desserts. Mit dem hochwertigen Gewürz lassen sich auch Salate, Carpaccio und viele weitere kalte Gerichte wunderbar abschmecken und verfeinern.
Anwendung: Zum Veredeln gekochter Speisen. Fleur de Sel enthält recht viel Restfeuchte und sollte daher nicht in der Mühle gemahlen werden, weil diese sonst verstopft. Man kann es aufgrund seiner zarten Struktur leicht zwischen den Fingern zerreiben und schon in geringen Mengen entfaltet es seinen vollen und reichhaltigen Geschmack.

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Dänisches Rauchsalz

Nach dänischer Tradition über Buchenholz geräuchertes Salz. Dieser Klassiker der BBQ-Küche verfeinert viele Gerichte. Das Räuchern geht auf die uralten Traditionen der Wikinger zurück. Bei der Herstellung des dänischen Rauchsalzes wurden diese Prozesse perfektioniert. Dieses weiße Gold wird 160 Stunden lang über Buche kaltgeräuchert. Dabei muss es jede Sunde gewendet werden. Dieser aufwendige Herstellungsprozess verleiht der dänischen Spezialität seinen besonderen Geschmack.

Geschmack: Rauchig, deftig.
Passt gut zu: Allem, was das Aroma von Geräuchertem annehmen soll, vor allem zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch, Bratkartoffeln, gegrilltem Gemüse und Kräuterbutter. Das weiße Gold kann auch der veganen oder vegetarischen Speisen ein tief deftiges Aroma geben, ohne dabei auf tierische Produkte zurückzugreifen.
Anwendung: Aufgrund seinen sehr intensiven Geschmacks solltest du es vorsichtig verwenden – lieber einmal nachwürzen.    

Alpensalz

Diese weißen Kristalle sind, wie der Name erahnen lässt, ein Steinsalz, tief eingeschlossen unter den mächtigen Gesteinsschichten der Österreichischen Alpen im Herzen des Salzkammerguts. Entstanden vor über 250 Millionen Jahren aufgrund klimatischer und geologischer Veränderungen durch Austrocknung eines Urmeers. Bis heute lagert der mit vielen Begleitmineralien angereicherte Schatz geschützt vor allen Umwelteinflüssen. Diese naturbelassene Sole besteht aus bis zu 26% Salz und enthält wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Gelegentlich hat es eine leicht rotbraune Färbung, die von dem außergewöhnlich hohen Eisenanteil herrührt.

Geschmack: Kräftig, würzig.
Passt gut zu: Allen Speisen, vor allem aber zu deftigen Gerichten wie Braten oder Wild.
Anwendung: Als Tischgewürz oder ganz einfach zum Kochen. Man verwendet es auch für gesundheitliche Zwecke wie z. B. Inhalationen, Solebäder, Kuren oder Ganzkörpermassagen.

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