Umami - gekommen, um zu bleiben! 1

Umami – gekommen, um zu bleiben!

Die meisten von uns würden sagen, dass es vier Geschmacksrichtungen gibt: süß, bitter, salzig und sauer. Die wenigsten kennen die Geschmacksrichtung umami. Und während es einfach ist, Beispiele für die 4 bekannten Geschmacksrichtungen zu finden, ist das Konzept umami etwas schwieriger zu erklären. Und das, obwohl es im Englischen seit mehr als 40 Jahren bekannt ist.

 

Umami ist ein japanisches Wort, das typischerweise mit Würze übersetzt wird. Wenn wir auf einer wissenschaftlichen Ebene darüber sprechen, ist es der Geschmack von Glutamat – insbesondere in Kombination mit sogenannten Ribonukleotiden (keine Angst, das Wort musst du dir nicht merken! wink). Beides sind Nebenprodukte von langen, langsamen Zubereitungsarten wie Rösten, Altern, Trocknen und Fermentieren. Der Geschmack wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem japanischen Wissenschaftler entdeckt, der in der Lage war, die für den Geschmack verantwortliche Verbindung in Dashi (eine Brühe aus Bonitoflocken und Seetang) zu isolieren.

 

Was sind bekannte umami Lebensmittel?

umami burger

 

Viele Wissenschaftler glauben, dass umami süchtig macht, was dazu geführt hat, dass eine Reihe von Geschäftsleuten gerne von diesem Geschmackstrend profitieren möchte: Adam Fleischman, Inhaber der Restaurantkette Umami Burger, hat einen leckeren Weg gefunden, einen Burger zu kreieren, der das außergewöhnliche umami-Aroma aufweist. Statt normaler, langweiliger Tomaten verwendet er Tomaten, die in einer Art Sojasauce gebacken wurden. Anstelle von Cheddar enthält der Umami-Burger Parmesan, Trüffel-Ketchup und Pilze. Die Kette ist ein voller Erfolg mit mehr als einem Dutzend Standorten in Chicago, New York, Kalifornien, Mexiko, Japan und den Bahamas!

 

Das eng mit umami verbundene Glutamat hat einen schlechten Ruf und vielleicht hast du schon einmal gehört, dass es ein künstlicher Lebensmittelzusatzstoff ist, der alle möglichen Probleme verursachen kann. Was du aber vielleicht noch nicht weißt ist, dass es in einer ganzen Reihe von Lebensmitteln natürlich vorkommt!

 

Einige der Lebensmittel mit dem höchsten Gehalt an natürlichem Glutamat sind Dinge wie Parmesankäse, getrocknete Shiitake-Pilze, Austernsauce und Sojasauce. Etwas weiter unten auf der Umami-Skala stehen Lebensmittel wie Erbsen, Tomaten, Traubensaft, grüner Tee und Sardinen, die ebenfalls dafür bekannt sind, jeder Mahlzeit einen Extrakick zu verleihen. Wenn du also einen kräftigen Umami-Geschmack haben möchtest, ohne künstliches Glutamat hinzuzufügen, probier doch einige der Lebensmittel, die von Natur aus mit diesem Geschmacksstoff gesegnet sind!

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Du siehst also: Es gibt viele Möglichkeiten, deinen Rezepten Umami hinzuzufügen. Der Trend, sich auf frische Zutaten und natürliche Aromen zu konzentrieren, macht glutamatreiche Pilze jedoch zu einer der einfachsten Möglichkeiten, um Umami in deine Küche zu holen!

 

Sie sind eine kalorienarme, nährstoffreiche Option, die die erdigen Noten in jedem Gericht unterstreicht. Eine echte Umami-Explosion sind zum Beispiel Tacos mit Pilzen und Rindfleisch, Lamm- und Pilzragout oder Bruschetta mit braunen Champignons, Feigen, Brie und Honig.

 

Die Zugabe von Pilzen in jeglicher Form unterstreicht das Umami in deinen Gerichten. Zubereitungsarten wie Sautieren, Grillen, Rösten und Trocknen setzen jedoch mehr Glutamate und Ribonukleotide (na – erinnerst du dich? laughing) frei. Pilzsorten wie Shiitake, Portobello, Crimini und Champignons von Natur aus mehr Glutamat als andere. Die Faustregel ist einfach: Je dunkler der Pilz, desto mehr schmeckt er nach umami!

 

Also ab in den Supermarkt: Pilze sind eine großartige Möglichkeit, mit Umami zu experimentieren!